Schlafstörung

 

Angst - Ursprung und Überwindung

 

Die Sorge um den Schlaf beschäftigt viele Menschen. "Hast Du gut geschlafen?", das fragen sich jeden Tag viele Ehepaare. Wache ich mit einem guten Gefühl auf, habe ich einen guten Traum gehabt, so werde ich auch den Tag tatkräftig und freudig beginnen. Der Schlaf ist die Mutter der Erholung. Wir sprechen auch vom seligen Schlaf. Schiller nennt den Schlaf in den Räubern "balsamisch" (9). Wenn ich jedoch wegen eines schlechten Schlafes mißmutig aufwache, depressiv, voller schlechter Laune, laufe ich Gefahr, mir auch den Tag zu vermiesen. Dann kann man sich fragen: "Wo bist du hin, du Tröster in Beschwerde, mein güldner Schlaf?" (8). Ein guter Schlaf zeigt an, ob wir mit uns im Reinen sind. Ein unruhiger Schlaf kündet von Aufregung, Sorgen und Überlastung. Nächtliches Aufwachen bedeutet jedoch auch Entwicklung oder ungelebtes Leben.

 

Träume zeigen neue Wege

 

Klagen eines Physikers

Ein 40jähriger Physiker hat trotz seines Alters keine feste Freundin gefunden und sich beruflich noch nicht etabliert. Er klagt über depressive Symptome und Schlafstörungen: "Ich fühle mich wie die Prinzessin auf der Erbse. Ich bin oft im Halbschlaf. Ich werde morgens früh wach, fühle mich unausgeschlafen. Ich sehe dann ganz so aus, als hätte ich drei Nächte durchgezecht. Ich fühle mich wie gerädert. Ich grüble dann, wenn ich wach bin. Ich wälze Probleme: Beruflich, wie es weiter geht, privat, warum ich keine Freundin habe."

 

Häufigkeit und Definition von Schlafstörungen

15 % der Bevölkerung klagen über anhaltende Schlafstörungen (1). Der Begriff der Schlafstörung umfaßt die gelegentliche nächtliche Unruhe bis zum häufig gestörten Nachtschlaf. Sie tritt ein, wenn der Schlaf länger als 3 Wochen nicht gelingt. Wir unterscheiden zwischen Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und Frühschlafstörungen. Der Schlaf dient der Erholung von Körper, Geist und Seele. Wir schalten das Bewußtsein ab und geben dem Körper Ruhe. Wir versinken in das Reich des Schlafes, psychoanalytisch gesprochen: in den primärnarzißtischen Zustand, dessen Genuß uns versöhnt, vereint und stärkt.

 

Seelische Schlafstörungen

Den meisten Schlafstörungen liegen keine körperlichen Erkrankungen zu Grunde, sondern seelische Belastung. Innere Unruhe ist ein Merkmal von Entwicklungskrisen, die jeder von uns durchmacht. Ungelöste Konflikte melden sich in der Nacht in unseren Träumen. Angstträume stören den Schlaf. Die Angstneurose geht häufig mit Schlafstörungen einher. Auch Trauer ist mit Unruhe und schlechter Nachtruhe verbunden.

 

Die Angst vor zu wenig Schlaf

Ein 26jähriger Student der Betriebswirtschaft berichtet zu seiner Angst, nicht genug zu schlafen:

"Es ist meine Angst nicht schlafen zu können, in die ich mich hereinsteigere. Diese Angst ist unbegründet. Ich habe Angst davor, am nächsten Tag müde zu sein und meine Aufgaben nicht zu bewältigen. Auch habe ich Angst, daß jemandem auffällt, wie schlecht ich geschlafen habe. Interessanterweise denke ich dabei sonst an nichts Spezifisches, ich rechne nur im Kopf nach, wie lange ich wohl noch schlafen könnte und wie lange ich statt dessen schon wachliege.
Ich weiß mittlerweile, daß ich mit wenig Schlaf auskomme. Ich kann aber trotzdem meine Aufgaben gut erledigen. In Streß-Situationen neige ich dazu, den Schlaf zu wichtig zu nehmen. In solchen Situationen werde ich mir eben etwas weniger Schlaf gönnen. Mir ist klar geworden, daß ich mich von der Angst nicht verrücken lassen darf, auch nicht von der Angst vor der Angst, zu wenig zu schlafen.
Seit ich mir dieser Sachen bewußt geworden bin, gehe ich viel entspannter mit dem Schlaf um und schlafe auch viel besser.

Eine wichtige Frage, die ich mir noch gestellt habe, ist, wo diese Angst herrührt. Zum einen ist mir klar, daß die übermäßige Beschäftigung mit dem Schlaf infantil ist. Es ist eine Angst, wie andere Ängste es auch sind. Sie hindert mich am Leben, sie ist symbiotisch. Als erwachsener Mann bin ich erschüttert über meine unbegründeten Sorgen. Ich denke, daß die Angst vor dem Nicht-Schlafen-Können eine Angst vor einem ungelebten Leben ist. Ich bin mir jetzt stärker bewußt, daß ich eben lebe. Das ist ein tolles Gefühl, was mich zufrieden in den Schlaf gehen läßt."

 

Streß

Die Sprichwörter "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen" und "Er schläft den Schlaf der Gerechten" sind nicht nur auf böse Taten gemünzt, sondern sie gelten auch für krankmachende Gewissensängste und Schuldgefühle, die den Schlaf stören. Im Schlaf geben wir uns der Welt der Träume anheim und damit unseren Ängsten. Sie können zu Plagegeistern werden, wenn man sich ihnen nicht stellt, sie vertreibt oder sie annehmen lernt. Viele Menschen leiden unter unbewußten Ängsten und Schuldgefühlen. Ein zu strenges Gewissen, Lebensangst, die Angst vor sich selbst, die Angst, selbständig zu sein, die Angst, sich von den Eltern zu trennen und eigene Wege zu gehen, die Angst zu lieben, sich durchzusetzen, die Angst verschlungen zu werden, die Angst vor Nähe und Sexualität, die Angst sich zu wehren und sich abzugrenzen - alle diese Ängste können sich im Schlaf als Friedens- und Ruhestörer bemerkbar machen.

Alpträume führen häufig zu einer Störung des Schlafes mit Schwitzen und Herzklopfen. Auch Prüfungssituationen, Streß oder dauernde Erschöpfung können Schlafstörungen hervorrufen. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz gehen oft mit inneren Ängsten einher, sich zu blamieren oder sich durchzusetzen. Wer diese Ängste nicht bewußt empfinden darf, sondern sie in das Unbewußte verdrängt, wird einen Preis dafür zahlen. Im Schlaf können diese Ängste ihn einholen.

 

Angst vor dem Leben

"Herr Doktor, ich bin so unruhig" - dieser Satz ist bei einem Psychiater häufig zu hören. Innere Unruhe bedeutet häufig ungelebtes Leben. Sie kann zu Ein- und Durchschlafstörungen führen. "Herr Doktor, ich will endlich mal meine Ruhe haben und wieder schlafen." Das Erleben von Ruhe und Geborgenheit geschieht aber über ein erfülltes Leben und nicht über Tabletten. Viele Menschen haben durch eine überbehütende, zu strenge, insgesamt aber einengende Erziehung Angst vor dem Leben. Sie gönnen sich zu wenig Abwechslung, Freude, zu wenig Kontakt, zu wenig Bewegung und Sport. Sie meinen, daß sie konfliktfrei, leidensfrei und sorgenfrei leben könnten und sollten. Die letztendliche Ruhe finden wir erst im ewigen Schlaf, im Grab.

 

Übermäßiger Schlaf

Menschen, die depressiv sind und mit ihrem Leben nichts anzufangen wissen, schlafen oft zuviel. Sie neigen zur Passivität, sie lösen ihre Probleme nicht. Sie verschlafen ihre Lebenszeit. Es gibt Menschen, die ein dauernd übermäßiges Schlafbedürfnis haben. Sie wollen von der Welt nichts wissen. "Herr Doktor, ich schlafe so viel. Ich weiß, daß das nicht richtig ist. Ich sollte aufstehen, aber ich habe keine Lust dazu. So schlafe ich lieber weiter." Im Schlaf schalten wir ab und suchen einen Zustand auf, der ohne Bewußtsein ist. So schieben wir Konflikte von uns weg und flüchten uns in den Schlaf.

 

Äußere Ursachen der Schlafstörungen

a) Lärmeinwirkung

Einige fühlen sich durch Lärm belästigt. Die häufigsten gesundheitlichen Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlafstörungen (7). Als Lärmursache kommen Flug-, Straßen- und Schienenverkehr in Frage. Lärm wird je eher als störend empfunden, desto weniger ein Mensch sich abgrenzen kann. Der Lärm wird Projektionsschild unbewältigter Ängste vor Überwältigung oder Verschlungenwerden.

b) Nahrung als Schlafstörer

c) Alkohol

Alkohol regt den Kreislauf an und läßt das Herz schneller schlagen, gleichfalls Koffein in Kaffee, Tee oder Schokolade. Ein Riegel Schokolade entspricht, was den Koffeingehalt betrifft, einer Tasse Kaffee. Auch eine üppige Mahlzeit am Abend kann einem den Schlaf verderben.

d) Schichtdienst

e) Wettereinflüsse

Das Wetter wird gern verantwortlich gemacht als Ursache von Schlafstörungen. Eine wetterabhängige Schlafstörung ist oft nichts anderes als eine Schlafstörung mit einer bisher unbekannten Ursache, die sich durch den Wetterwechsel eher bemerkbar macht. Auch der Vollmond soll zu Schlafstörungen führen (2).

 

Behandlung von Schlafstörungen

Die Therapie der Schlafstörungen setzt an der Ursachenentstehung an. Sobald äußere organische Ursachen ausgeschlossen sind, sollten die lebensgeschichtlichen Zusammenhänge, welche den Schlaf stören, aufgedeckt werden. Hierzu zählen psychische Belastungsfaktoren:

  • Ärger
  • Aufregung
  • Anspannung
  • Ängste
  • Sorgen
  • Sehnsüchte
  • Schuldgefühle
  • Lebensveränderungen
  • Kränkungen

Zu den häufigsten psychischen Ursachen zählen die Angstzustände. Mehr hierüber erfahren Sie in meinem Buch: Angst - Ursprung und Überwindung, Kohlhammer Verlag Stuttgart, 5. Aufl. 2005.

 

Ein gutes Gewissen

Erst der Mensch, der sich weitgehend entwickelt hat, der sich etwas gönnt, ohne gleich vor Schuldangst zusammenzuzucken, kann ruhig schlafen. Er lebt im Einklang mit sich und seiner Umwelt. Er kann streiten, sich aber auch vertragen und vergessen. Auch der ist ein Meister im Schlafen, welcher ein Verdrängungskünstler ist. Wer nicht verzeiht, sondern wochenlang nachträgt, leidet unter seelischen Verdauungsstörungen, z. B. unter einem schlechten Schlaf.

 

Schlafhilfen

Eine gute Einschlafhilfe ist Lesen vor dem Schlafen. Die Lektüre eines angenehmen oder anstrengenden Buches führt vor dem Schlafengehen zu Ermüdung. Das sog. Ermüdungslesen empfiehlt sich sowohl vor dem Einschlafen als auch während der Durchschlafstörungen oder beim Früherwachen. Die Leselage im Liegen und das geringe Licht der Nachttischlampe fördern die Bereitschaft einzuschlafen. Am besten ist es jedoch, ruhig liegen zu bleiben, sich zu entspannen in Dunkelheit.

 

a) Ein dunkler Raum

Ein verdunkeltes Schlafzimmer ist wichtig, da Dunkelheit den Schlaf auf natürliche Art fördert. Straßenlaternen und Neonlicht, die in das Schlafzimmer dringen, können störend wirken, auch der Mond.

 

b) Das Bett

"Wie man sich bettet, so liegt man." Dieser Spruch gilt besonders für Menschen mit Schlafstörungen. Ein Bett sollte vor allem nicht zu weich sein. Das subjektive Wohlbehagen ist hier entscheidend. Die Lage des Bettes im Raum stellt für manchen auch einen Störfaktor dar. "Wer mit bestimmten Ängsten zu kämpfen hat, sollte das Bett so stellen, daß er die Türe im Auge behalten kann" (3).

 

c) Raumtemperatur

Die richtige Raumtemperatur kann entscheidend sein für einen guten Schlaf. Zu hohe Wärme wirkt störend.

 

d) Medikamente

Auf pflanzlicher Basis sind Medikamente zu empfehlen. Von Benzodiazedinabkömmlingen und anderen Schlafmitteln ist wegen der Gewöhnungsgefahr abzuraten.

 

e) Bewegung

Ein ausführlicher Spaziergang oder anderer Sport einige Stunden vor dem Schlafengehen fördern die gesunde Ermüdung des Körpers.

 

Abwehr von Psychotherapie

Häufig will der nur Schlafgestörte von psychotherapeutischen Gesprächen wenig wissen. Er weist selbst vorsichtig angebrachte Angebote zu einer konfliktorientierten Psychotherapie weit von sich. Er fordert rasche Hilfe in Form von Tabletten.

 

Den Tag ausklingen lassen

Das Sich Beschäftigen mit dem Tagesgeschehen vor dem Schlafen ist etwas ganz Natürliches. Grübeln und vor allem zwanghaftes Bewegen der Gedanken ist durch autogenes Training, Muskelentspannung, Gedankenstoppen gut zu bekämpfen. Sich selber sagen: Ich bin wichtig, ruhig und gelassen. Ich schlafe tief und fest.

Schlaf ist im allgemeinen nicht auf Knopfdruck möglich. Wir müssen uns innerlich darauf einstellen. Fernsehen ist Gift für Schlaf. Wir sollten auch keine aufregenden Kriminalromane oder Krimis im Fernsehen sehen, die uns innerlich aufwühlen.

Fernsehen hinterläßt im empfindsamen Menschen Unzufriedenheit und Leere. Der Schlafgestörte sollte die Finger weglassen vom Fernsehen. Wir sollten auch keine zu anstrengenden geistigen oder körperlichen Arbeiten vor dem Schlafen verrichten. Vor allem sollen wir nicht im Bett arbeiten. Der Körper und der Geist finden dann keine Ruhe, sondern sie arbeiten im Schlaf innerlich weiter und stören uns beim Erholen. Auch Hobbys sollten nicht mit zu großen Einsatzeifer in den Nachtstunden ausgeübt werden.

Warme Milch abends oder zur Nacht bei Wachwerden zu sich nehmen. Diese enthält schlafanstoßende, beruhigende Substanzen, auch Bananen.

Ab 17 Uhr keine Schokolade mehr zu sich nehmen, keinen Kaffee trinken, keinen Tee trinken. Zuviel Alkohol, insbesondere Wein, wirken anregend und schlafstörend.

Jeder Schlafsuchende muß sich selbst fragen, was ihm hilft und wie er in seiner Mitte lebt und zur nächtlichen Ruhe findet.

 

Das Vaterunser ist eine große Hilfe:

 

Das Vaterunser

Vater unser, der Du bist im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe,
wie im Himmel also auch auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute,
vergib uns unsere Schuld,
wie wir vergeben unsern Schuldigern.
Führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Übel,
denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

Für den gläubigen Menschen ist ein Gebet, vor allem das Vaterunser, beruhigend und sinnstiftend. Das Vaterunser führt zum Einschlafen, wenn man es sich mit mittlerer Konzentration von Anfang bis zum Ende innerlich vorbetet und es solange wiederholt, bis der Schlaf sich wie von selbst herüberneigt.

 

Das Vaterunser stiftet Ruhe, Zuversicht und Gelassenheit.

 

 

Fürbitte

Weil' auf mir, Du dunkles Auge,
Übe Deine ganze Macht,
Ernste, milde, träumerische,
Unergründlich tiefe Nacht.
Nimm mit Deinem Zauberdunkel
Diese Welt von hinnen mir,
Daß Du über meinem Leben
Gütig schwebest für und für.
 
Nach Nikolaus Lenau, geb. 1802, gest. 1850 (10)

 

Mondnacht

Es war als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.
 
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder ,
So sternklar war die Nacht.
 
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
 
Joseph von Eichendorff, geb. 1788, gest. 1857 (11)

 

Vereinsamt

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zu Stadt:
Bald wird es schnein.-
Wohl dem, der eine – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich
zur Wüstenwanderschaft verflucht
Dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg Vogel schnarr
Dein Lied im Wüstenvogelton!
Versteck du Narr dein blutend Herz
in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt;
Bald wird es schnein, -
wie dem, der keine Heimat hat!


Nach Friedrich Nietzsche
(12)


Die Gedichte "Fürbitte" und "Vereinsamt" wurden von Dr. Flöttmann geringfügig durch leichte Wortveränderungen geändert.

 

 

12 Schlafregeln

1. Schlafe in einem abgedunkelten Raum.
2. Hole den Schlaf, der Dir fehlt, nach!
3. Mach Dir keine Sorgen, wenn mal Schlafstörungen unter innerer oder äußerer Belastung auftreten.
4. Schlafstörungen gehen meistens vorüber.
5. Schlafstörungen sind oft unbewußte Unruhe und Angst vor inneren Entwicklungsschritten.
6. Entspannungsverfahren ausüben, ein Gebet sagen.
7. Viel Bewegung am Tag führt wie von selbst zu körperlicher Entspannung und Schlaf.
8. Wirst Du in der Nacht wach, trinke ein Glas warme Milch und iß eine Banane.
9. Lese vor dem Schlafen die Bibel.
10. Der Körper holt sich den Schlaf, den er braucht!
11. Störe Dich vor allem nicht darüber, daß Du noch nicht schläfst. Nimm sie hin, Deine Unruhe und Angst, auch als Zeichen Deiner seelischen Entwicklung und der Konfliktwelt, die Du gerade zu lösen versuchst. Die Nacht ist nicht dazu da, daß Du bewußt diese Konflikte bewältigst. Überwinde Deine Angst vor der Schlafstörung, die eine Angst vor dem Leben ist. Übergib Dich der Heilung, der führenden Kraft der inneren Kräfte. Hab Vertrauen zu der Welt der Träume, zu Dir.
12. Führe Dich hinein in die Welt der inneren Sicherheit, indem Du immer wieder und in Ruhe und Gelassenheit Dir die Gedichte aufsagst, die Du magst. Das sind wahrscheinlich die 5 Gedichte, die vorangestellt sind.

 

Literatur

  1. Bischoff, A.: Schlafstörungen - Therapie ist in der Praxis nicht adäquat, Deutsches Ärzteblatt 15 (2001), S. 949
  2. Faust, V., Hole, G.: Der gestörte Schlaf und seine Behandlung. Universitätsverlag Ulm GmbH, Ulm (1991), S. 48
  3. Faust, V., Hole, G.: s. o., S. 52
  4. Faust, V., Hole, G.: s. o., S. 234
  5. Grimm, J. und W.: Deutsches Wörterbuch, Band 15. Deutscher Taschenbuchverlag, München (1991), S. 264
  6. Grimm, J. und W.: s. 5, S. 264
  7. Grimm, J. und W.: s. 5, S. 264
  8. Hagedorn: in Grimm, J.: s. 5, S. 268
  9. Schiller, F.: s. 5, S. 264
  10. Lenau, N. : Bitte. In: Deutsche Gedichte. Echtermeyer, von Wiese, B.(Hrsg.), August Bagel Verlag, Düsseldorf (1965), S. 458-459
  11. Eichendorff, J.: Mondnacht. In: Deutsche Gedichte. Echtermeyer, von Wiese, B.(Hrsg.), August Bagel Verlag, Düsseldorf (1965), S. 382-383
  12. Nietzsche,F.: Vereinsamt. In: Deutsche Gedichte. Echtermeyer, von Wiese, B.(Hrsg.), August Bagel Verlag, Düsseldorf (1965), S. 545-546

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