Angst - Ursprung und Überwindung
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"Ich habe mit großem Interesse das Buch des Autors Herrn Dr. Flöttmann, "Angst, Ursprung und Überwindung" gelesen.
In diesem Buch wurde zum ersten Mal anschaulich erklärt, welch fatale Auswirkungen z.B. eine ungelöste Symbiose haben kann. Ich fühle mich verstanden und kann mir jetzt erklären, warum mehrere Therapien ohne Erfolg blieben.
Den im Buch erwähnten Themen wurde in den Behandlungen wenig oder gar keine Aufmerksamkeit geschenkt."Marianne S.-R., 21.2.2009
"Erklärungsmodelle für Angst und Ansätze zu deren Bewältigung sind so vielfältig, wie es therapeutische Ansätze gibt. Daher ist bereits die Wahl des Ansatzes eine wegweisende Vorentscheidung, wenn es um die Frage nach Ursprung und Überwindung von Angst geht. Holger Bertrand Flöttmann vertritt in seinem Zugang zu der Thematik, die für viele Menschen ein existentielles Leidensproblem ist, einen dezidiert psychoanalytischen Zugang, der sowohl klassische psychoanalytische und tiefenpsychologische Perspektiven, als auch neue Betrachtungsweisen der Neopsychoanalyse, der Selbstpsychologie und der Bindungstheorie berücksichtigt. Flöttmann, der "Ärzten und Psychotherapeuten wie auch Patienten einen theoretischen und praktischen Bezugsrahmen geben will für die Behandlung von Angst, Angstsymptomen und Angstneurosen"(13), nimmt dabei in Fortführung des Konzepts der dynamischen Familientherapie nach Helm Stierlin die gegenwärtige Situation in Deutschland auf: "Eine Ursache der Angstentstehung ist auch darin zu sehen, daß die modernen Lebensformen zahlreiche strukturarme Elemente aufweisen bei gleichzeitiger hoher Nähe der Familie untereinander. Betrachten wir die familiäre Situation unter dem Gesichtspunkt von Symbiose und Bindungsmechanismen, so finden wir sowohl einen weitreichenden theoretischen Ansatz zu Erklärung von Angst, als auch ein therapeutisch effektives Instrumentarium gegen symbiotische Angst."(15) Indem Flöttmann den Fokus auf ein Zuviel an Nähe in der Familie legt, die damit so auch zu einer Quelle der Angst werden kann, versteht er – neben einem Defizit an Zuwendung und der (frühen) Kindheit – persistierende Symbiosen als Ursprung neurotischer Angst, die ausschließlich "Produkt unserer Phantasie, unserer Innenwelt"(17) ist, im Unterschied zur realen Angst, d.h. einer angemessenen Angst auf Grund einer realen Bedrohung. Viele psychosomatische Symptome, die von den Betroffenen häufig nicht in Verbindung mit neurotischer Angst gebracht werden, haben jedoch in dieser ihren Ursprung.
Auf Grund des Ursprungs neurotischer Ängste behandelt Flöttmann ein sehr breites Spektrum an Zusammenhängen, Krankheitsbildern und existentiellen Herausforderungen, die mitunter überraschen mögen, z.B. "Die Angst vor Nähe im Leben des Revolutionärs und Dichters Harro Harring"(189 ff.) oder "Zur Psychoanalyse der Atomangst"(165 ff.) – warum dann nicht im Gefolge des 11. Septembers 2001 auch: "Zur Psychoanalyse der Terrorangst"? -, und insgesamt sehr erhellend sind. In allen Kapiteln scheint die langjährige Erfahrung des Autors als praktizierender Psychiater und Psychotherapeuten durch. Eine sehr anschauliche Darstellung der verschiedenen Erscheinungsformen von Angst und Angsterleben sowie viele Fallbeispiele und Zitate von Menschen, die unter Angst leiden, machen das Buch auch für Betroffene lesenswert. Allerdings liegt es an der Zugangsweise und dem Bemühen, die klinisch bedeutsamen Angstphänomene möglichst umfassend zu behandeln, daß einzelne Themen mitunter nur skizziert und auf zentrale Aussagen hin fokussiert werden und damit zum Teil als zu knapp und angerissen empfunden werden könnten. Aber vielleicht ist gerade das das Dilemma eines jeden Versuchs, die Komplexität einer solchen Thematik auf einen les- und verdaubaren Umfang zu verdichten, die auch in einer Enzyklopädie angemessen abgehandelt werden könnte."Jochen Sautermeister, rhs 4/2008, S. 256-257
Ein Buch, das die Gründe in der Tiefe aufdeckt
"Das Buch ist ein wahrer Glücksgriff. Es enthält die Erklärung von ungelösten Bindungsmechanismen, ihrer Ursachen und Folgen. Damit wird ein unbewußter Konflikt erklärt, der in der Bevölkerung sehr weit verbreitet ist und trotz seiner schwerwiegenden negativen Bedeutung kaum jemandem bekannt ist und praktisch nicht in den Medien thematisiert wird. Die Überschrift "Angst" wird dem Inhalt des Buches gar nicht gerecht, denn das Buch erklärt sehr viel mehr als nur die Angst. Und dabei ist das Buch auch noch in einer Sprache geschrieben, die nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für Laien zugänglich ist."
A. Berdnikow, Buchkritiker bei Amazon, 31.8.2007
"Für viele ist dieses Buch in sechzehn Jahren ein wichtiger Leitfaden geworden. Der Autor hat die fünfte Auflage überarbeitet, insbesondere die Kapitel "Neue Thesen zur Borderline-Störung" und "Bindungsmechanismen". Neu aufgenommen ist die Vernachlässigung, die eine zunehmende Rolle in der Entstehung von Ängsten spielt. Der Autor schildert die vielen Gesichter der Angst, die tiefenpsychologischen Hintergründe und den therapeutischen Weg aus den Ängsten. Anhand von Fallbeispielen, Patientenäußerungen und Träumen, aber auch durch die psychoanalytische Interpretation literarischer Zeugnisse gelingt es dem Autor, die Erscheinungsformen der Angst in einen systematischen Zusammenhang zu stellen. Das Buch ist kenntnisreich und sachlich geschrieben, in seiner Sprache lebendig und konkret. Damit spricht das akutalisierte Werk erneut ärztliche Psychotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, Lehrer sowie Eltern und Betroffene in kompetenter Weise an."
Bibliotheks-Nachrichten, Neuzugänge 3/2005-10/2005
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"Das erstmals 1989 erschienene Buch kann als ein psychoanalytisches Standardwerk zum Thema Angst bezeichnet werden. Es soll Ärzten, Psychotherapeuten und Patienten einen theoretischen und praktischen Bezugsrahmen geben für die Behandlung von Angstsymptomen und Angstneurosen. Deren Ursache liegt aus der Sicht des Psychoanalytikers meist in unbewußten, übermäßig engen und emotional überfrachteten familiären Bindungen in der Kindheit. An Behandlungsmethoden werden neben der analytischen auch Gestalt- und Verhaltenstherapie in Betracht gezogen. Als wissenschaftliche Darstellung von vorbildlicher Klarheit und Durchschaubarkeit kann das Buch auch von medizinischen Laien mit Gewinn verarbeitet werden. "
Irmgard Andrae, Februar 2001, ekz-Informationsdienst.
"Wenn Sachbuch 4. Auflage erlebt, kann man Autor substantivieren: Der neue Flöttmann bei Kohlhammer erschienen: 'Angst - Ursprung und Überwindung', 259 S., 52,80 DM, ISBN 3-17-016566-6. Wie Depression hinter vielen Krankheitsbildern in der zweiten Lebenshälfte steckt, so Angst vermehrt in der ersten. Häufigste Nennungen im Stichwortverzeichnis spiegeln Substrat der meisten Ängste wider: Mutter, Vater, Bindung; Symbiose, Trennung; Aggressivität, Sexualität. Lehrbuch-Charakter wird wohltuend vermieden - damit auch Hilfe für Patienten. Fallbeschreibungen erläutern bewußte wie unbewußte Ängste. Gewinn gegenüber früheren Auflagen ist Kapitel 'Alles verstehen heißt nicht alles verzeihen', in dem vorsichtig vor der grassierenden Über-Empathie gewarnt und zu therapeutischer Konfrontation geraten wird. Mehr als zwei Dutzend angeführte Symptome in der Alltagspraxis definiert Flöttmann als mögliche Angst-Äquivalente - das sollte uns zu denken geben."
Dr. Manfred Hebler, Pons 632, Ausgabe 25. Mai 2001
"Umfangreiches Kompendium zum Thema 'Angst' mit wissenschaftlichem Anspruch. Das Buch führt in die Begriffe und Arten der Angst(neurosen) und Phobien ein und beschreibt die Auswirkungen der Angst. Weitere Themen: Entstehungsbedingungen der Angstneurose, auslösende Situation der Angstsymptomatik, Traumanalyse, Angst vor dem Tod, Rolle des Vaters, Tabu und Angst, Angst vor Nähe. Auch aktuelle Themen aus der psychoanalytischen Praxis beleuchtet der Autor, zum Beispiel Bulimie (Freßsucht) und Atomangst. Fundierter Beitrag zum Thema."
Kai Althoetmar, Wissensdatenbank "Planet Wissen" (www.planet-wissen.de) in der Rubrik "Medien" des Wissensbausteins "Angst".
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