Träume in der Therapie
"Können Sie Träume erinnern?" frage ich bereits in der ersten Sitzung. Ich bitte die Patienten, die Träume ausführlich, leserlich und mit einem Datum versehen aufzuschreiben. Die Träume stehen im Zentrum der psychotherapeutischen Behandlung. Sie bieten einen direkten Weg zu den verborgenen Konflikten, die Symptome verursachen. Träume erleichtern die Therapie dadurch, daß sie als Eigenes empfunden werden. Sie gehören zu einem selbst. Sie sind authentisch in ihrer Aussage und ihren Emotionen. Träume regen an zum Nachdenken und bewirken allein durch die Bewußtwerdung und das Erzählen in der Therapie Änderung. Die Kraft der Symbole kann sich positiv entfalten. Die Traumanalyse erleichtert und ermöglicht die Umstrukturierung, die Verknüpfung und Öffnung bisher verschlossener Persönlichkeitsbereiche. Träume geben dem Patienten und dem Therapeuten den aktuellen Stand der unbewußten Entwicklung wieder.
Ausführliches hierzu im Buch: "Träume zeigen neue Wege Systematik der Traumsymbole"
Traumregeln
Vom Erinnern der Träume
- Wenn Sie sich abends zur Nachtruhe begeben, tun Sie dieses mit dem Wunsch zu träumen.
- Fragen Sie sich, wenn Sie aufwachen: Habe ich geträumt? Wenn ja, was habe ich geträumt?
- Bleiben Sie möglichst in der gleichen Körperlage, in der Sie aufgewacht sind liegen und erzählen Sie sich in jeder Einzelheit für sich den Traum.
- Erst wenn Sie alles erinnert haben, bringen Sie den Traum zu Papier. Schieben Sie das Aufschreiben nicht auf. Aufschub ist der Dieb der Träume.
- Schreiben Sie jeden Traum auf.
- Bringen Sie den Traum mit einem Ereignis des Vortages in Verbindung. Was hat Sie besonders bewegt an diesem Tag?
Vom Umgang mit Träumen
- Jeder Traum wird aufgeschrieben.
- Mit eigener schriftlicher Deutung versehen.
- Der Traum ist in Verbindung zu bringen mit einem Ereignis des Vortages.
- Der Patient erzählt seinen Traum und die Deutung.
- Der Therapeut gibt seine Gedanken dazu.
- Erzählen des Traumes in der Gruppe.
- Erlangen der Fähigkeit zur Selbstdeutung von Symbolen und Träumen
Dann lasse ich den Patienten oft alles Zusammenfassen: "Was will der Traum mir sagen? Was kann ich aus dem Traum lernen?"
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